Tarifvertrag arzthelferin 2018 niedersachsen

Wie bei den Kliniken sind die Gehälter der Ärzte je nach Fachgebiet breit gefächert. Während der durchschnittliche Chirurg mit 103.000 Euro ein sechsstelliges Bruttojahresgehalt verdient, verdient ein Allgemeinmediziner mit 65.944 Euro fast 40.000 Euro weniger. Obwohl Tarifverträge alle Spezialisten gleich behandeln, führen zusätzliche Bezahlung für Nacht- und Bereitschaftsdienste oder Personalverantwortung zu Gehaltsunterschieden. Eine Reihe von Tarifverträgen enthält so genannte Öffnungsklauseln, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Abweichung auf Unternehmensebene von diesen Sätzen zulassen. In vielen, aber nicht allen Fällen bedürfen diese Abweichungen der Zustimmung der Verhandlungsparteien, die in der Regel Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sind. Die Studie zeigt, dass 71 % der Tarifbeschäftigten einen Weihnachtsbonus erhalten, verglichen mit nur 43 % der Arbeitnehmer, die nicht unter Tarifverträge fallen. Während 60 % der Befragten in Westdeutschland sagten, sie erhielten einen Weihnachtsbonus, gaben nur 39 % der Befragten in Ostdeutschland eine solche Zahlung an. Frauen erhalten seltener einen Weihnachtsbonus, 53 % melden solche Zahlungen im Vergleich zu 57 % der Männer. Zwei Drittel der Beschäftigten in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten sollen einen Weihnachtsbonus erhalten, während es in kleineren Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten nur 48 % sind (Tabelle 1). Aus den im November 2011 vom Hans-Böckler-Stiftung (WSI) veröffentlichten Daten geht hervor, dass mehr als die Hälfte aller deutschen Arbeitnehmer eine jährliche Zusatzzahlung in Form eines Weihnachtsbonus erhalten. Die Daten zeigen auch, dass weit mehr Arbeitnehmer, die unter einen Tarifvertrag fallen, einen Weihnachtsbonus erhalten als Arbeitnehmer, die nicht versichert sind. Die meisten branchenübergreifenden Tarifverträge bieten einen Weihnachtsbonus, aber die tariflichen Tarife sind von Branche zu Branche sehr unterschiedlich.

Ärzte haben einen eigenen Tarifvertrag mit den 34 Universitätskliniken in Deutschland, der höhere Mindestarbeitszeiten vorsieht, aber auch höhere Gehälter für Universitätsärzte vorsieht als Kollegen, die auf der Grundlage des TdL (Bundestarifvertrag) bezahlt werden. Ärzte an Universitätskliniken teilen ihren Arbeitsalltag oft zwischen Patientenbetreuung, Forschung und Lehre auf. Wenn ihre Forschungsarbeit länger als zwölf Monate überwiegt, fallen sie in die TdL-Kategorie. Ärztevertreter prangern diese Situation seit Jahren an, da sie die Motivation der Ärzte zur Forschung verringert. Die dreigliedrige Abteilung der Arzttätigkeit gibt ihnen mehr Abwechslung und interdisziplinäre Kontakte, aber sie opfern oft ihre Freizeit als Folge. Laut einer Umfrage arbeiten drei Viertel der Ärzte an Universitätskliniken mehr als 48 Stunden pro Woche, davon 23 % mehr als 60 Stunden pro Woche. Nach einer Auswertung des WSI-Kollektivvertragsarchivs gibt es in den meisten Branchen Vereinbarungen, die einen Weihnachtsbonus vorsehen. Meistens wird der Bonus als Prozentsatz des durchschnittlichen Monatslohns festgesetzt. Der Betrag ist jedoch je nach Sektoren sehr unterschiedlich – siehe Tabelle 2 unten.

In einigen Branchen gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Anmerkungen: 1) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über eine flexible gewinnorientierte jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 90 % und 120 % des Monatsgehalts auszuhandeln. 2) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über eine variable gewinnbasierte jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 70% und 130% des Monatsgehalts auszuhandeln. 3) Möglichkeit, eine freiwillige Betriebsvereinbarung über höhere oder niedrigere Jahresboni in einer Spanne zwischen 95% und 125% in Westdeutschland und 50% –80% in Ostdeutschland auszuhandeln. 4) Plus 25,56 € pro Kind 5) Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen: 60% 6) Ost-Berlin: 52,5% 7) Möglichkeit, einen freiwilligen Betriebsvertrag über eine jährliche Bonuszahlung in einer Spanne zwischen 37,5% und 77,5% des Monatsgehalts je nach wirtschaftlicher Situation des Unternehmens auszuhandeln.